Sonnenuntergang über Fraunberg mit Gewitterstimmung

Chronik des Fraunberger Ziachmusik-Stammtisches

So begann es:

In den Jahren 1981 bis 1983 nahmen Helmut Lechner und Erich Weber zusammen einen Unterricht bei der Kreismusikschule Erding (Lehrer: Georg Reindl) im Fach „Steirische Harmonika“. Gelernt wurde ohne Noten - nur nach Gehör von der Musik-Kassette.

Die Stunde davor teilten sich die Musikschüler Herbert Schwarz und Bartholomäus Ott. Alle Vier trafen sich regelmäßig nach dem Unterricht abwechselnd in einem anderen Wirtshaus und plauderten über die gemachten Fortschritte.

Die Gründung:

Am Ende des Schuljahres 1983 hörten sie alle mit dem Unterricht an der KMS auf. Sie beschlossen, sich künftig gelegentlich zu treffen, damit sie sich nicht aus den Augen verlieren und jeder prüfen konnte, was der Andere dazugelernt hatte (der Ehrgeiz verpflichtete zum fleißigen Üben!).

Das erste Treffen fand am 29. Januar 1984 im damals neu erbauten Gasthaus Stulberger in Fraunberg statt. Sie beschlossen, sich jeden Monat einmal zu treffen, und da der 29.01.1984 ein Sonntag war, immer am letzten Sonntag. Der Stammtisch war gegründet. Die Gründungsmitglieder waren: • Helmut Lechner • Erich Weber • Herbert Schwarz • Bartholomäus Ott.

Der Stammtisch:

Ursprünglich hatten Sie vor, einen Verein zu gründen. Es lag bereits der Entwurf einer Satzung vor. Zur offiziellen Gründung eines Vereins kam es jedoch nie.

Nur kurze Zeit nach Gründung des Musikanten-Stammtisches stießen bereits die Ziachspieler Werner Keck, Hans Zeiler und Xaver Heigl zu ihnen. Auch so bekannte Spieler wie Franz Schnelzer oder Sepp Berger kamen zum Stammtisch. Die Stammtischgründer waren damals von den Böhmischen Stückl`n aus deren Heimat sehr begeistert. So kamen in den folgenden Jahren immer wieder neue Musikanten nach Fraunberg und es bildete sich ein Kreis von etwa acht bis zehn Ziachspielern - auch mit anderen Instrumenten (Tuba, Tenorhorn, Gitarre, etc.) -, die sich regelmäßig treffen.

Zwischenzeitlich hat sich der Stammtisch um einige weitere Ziachspieler vergrößert, die mehr oder weniger häufig dabei sind. Sie alle mögen die echte Volksmusik aus dem bayerischen, böhmischen und österreichischem Lande – der Heimat der steirischen Ziach. Abwechselnd spielen ein oder mehrere Musikanten zwei oder auch mal mehr Stücke. Noten werden beim Ziach-Vorspiel nur selten verwendet. Manchmal wird auch dazu gesungen. Es kommen auch sehr junge, aber auch ältere Anfänger, die natürlich auch spielen dürfen. Auffällig viele Interessierte kaufen sich erst mit etwa 40 bis 50 Jahren eine Steirische - und oft ohne Vorkenntnisse mit anderen Instrumenten (möchten Versäumtes nachholen). Und von den „Profis“ mit ihren schweren Stücken können alle noch viel lernen.

Der Zuhörer-Stammtisch:

Wo Musikanten sind, dürfen natürlich Zuhörer nicht fehlen und so kommen auch regelmäßig Gäste ohne Instrument aus der näheren und weiteren Umgebung.

Der erste Hoagart’n:

Die Mitglieder des Stammtisches beschlossen dann Ende der achtziger Jahre, einen Hoagart`n abzuhalten. Der erste Hoagart`n fand am 26.10.1990 statt. Organisator damals und auch für die späteren Jahre war Werner Keck. Er hatte Kontakte zu verschiedenen Musikgruppen durch seine Kirchöttinger Stubenmusi, die auch mehrmals bei den Veranstaltungen vertreten war. Seither findet jedes Jahr – i.d.R. im November – ein Hoagart`n statt. Mehrmals organisierte diese dann Hans Zeiler, seit 2009 Hans Huber. Die Hoagart'n waren immer sehr gut besucht - auch Dank der guten Bewirtung (es gab u.a. immer Rehragout mit Hauberlingen). Als Sprecherin konnte bisher überwiegend Maria Mayr-Lechner gewonnen werden, aber es waren auch schon Rudi Brandlhuber oder Dr. Max Lehmer (zuletzt 2016) engagiert. Georg Lainer konnte bei den Hoagart'n 2007, 2009 und 2012 viel über sich und die örtliche Vergangenheit erzählen und brachte die Zuhörer dabei oft zum Lachen.

Die Zukunft:

Es ist nicht leicht, einen Stammtisch so lange Jahre am Leben zu erhalten. Trotz großen Fußballspielen waren bisher immer Musikanten anwesend. Hier müssen die Mitglieder, die Räumlichkeiten und nicht zuletzt der Wirt zusammenpassen. Auch der Nachwuchs darf natürlich nicht fehlen. Die steirische Harmonika ist auch bei jungen Leuten immer beliebter geworden. So kommen auch jüngere Ziachspieler zu unserem Stammtisch – sogar noch ganz junge Schüler.

Wir hoffen, dass wir alle gemeinsam noch viele Jahre zusammen musizieren können.

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